SPD Schwarzwald-Baar

Wir im Quellenland

Isabel Cademartori und Robin Mesarosch als neue SPD-Landesvorsitzenden gewählt

Die SPD Baden-Württemberg hat Isabel Cademartori und Robin Mesarosch als neue Landesvorsitzende gewählt. Auf Isabel Cademartori entfielen 87,8 Prozent der Stimmen der Delegierten, auf Robin Mesarosch 78,5 Prozent. Mit Isabel Cademartori (38) und Robin Mesarosch (35) steht künftig das jüngste Führungsduo an der Spitze einer Landes-SPD in Deutschland. 

 

Ergebnis der Mitgliederbefragung zum SPD-Landesvorsitz

 

Bei der Mitgliederbefragung der SPD Baden-Württemberg zum Landesvorsitz haben Isabel Cademartori und Robin Mesarosch die absolute Mehrheit der Stimmen erreicht. Auf Isabel Cademartori und Robin Mesarosch entfielen 56,5 Prozent der Stimmen, auf Dorothea Kliche-Behnke 24,5 Prozent und auf Carsten Lotz 16,9 Prozent. Dies gab der Wahlvorstand der SPD Baden-Württemberg am Dienstagvormittag im Rahmen einer Landespressekonferenz bekannt.

 

Afghanistan - ein vergessenes Land ?

Ein vergessenes Land: Afghanistan
Vor knapp fünf Jahren ist die Bundeswehr aus Afghanistan abgezogen und seither dringt kaum noch etwas von dort zu uns durch. Dabei waren wir zwanzig Jahre lang vor Ort engagiert. Es ist falsch, Afghanistan nur als Ziel von Abschiebungen zu begreifen. Deshalb will ich mit Euch den Blick auf dieses vergessene Land richten.

Die Taliban, die Afghanistan seit 2021 beherrschen, sind international isoliert. Das hat katastrophale Auswirkungen für die afghanische Wirtschaft. Handel findet kaum statt. Verschlimmernd kommt hinzu: Seit Februar 2026 herrscht Krieg mit dem Nachbarland Pakistan. Pakistan wird beschuldigt, gezielt zivile Einrichtungen in Afghanistan wie Krankenhäuser oder Universitäten zu beschießen.

Gleichzeitig ist das Land stark von den Folgen des Klimawandels betroffen. Dürren und Überschwemmungen wechseln sich ab. Hinzu kommen immer wieder Erdbeben. Ressourcen, um die Folgen für die Bevölkerung abzufedern und beispielsweise zerstörte Häuser wiederaufzubauen, gibt es kaum. Hunger, Kälte und mangelnde medizinische Versorgung sorgen dafür, dass ein großer Teil der afghanischen Bevölkerung auf humanitäre Hilfe angewiesen ist.

Für Frauen und Mädchen waren die letzten fünf Jahre ein Abstieg in die Hölle. Bildung über die sechste Klasse hinaus ist ihnen nur noch im Verborgenen möglich. Rechte haben sie kaum: Sie dürfen nicht alleine aus dem Haus, nicht öffentlich lachen oder laut sprechen, kaum arbeiten und politisch haben sie erst recht keine Stimme. Misshandlungen durch ihre Ehemänner werden kaum noch bestraft und Schutzräume nach und nach geschlossen.

Wir dürfen die 40 Millionen Menschen, die in Afghanistan leben, nicht vergessen. Und wir dürfen den Taliban nicht erlauben, im toten Winkel der medialen Aufmerksamkeit Menschenrechte mit Füßen zu treten. Wir können helfen, indem wir uns für das Land interessieren und, indem wir uns für humanitäre Unterstützung einsetzen.
 

Prof. Dr. Maja Göpel mit dem Carlo-Schmid-Preis 2026 ausgezeichnet

Die Carlo-Schmid-Stiftung hat am Freitagabend in der Aula der Universität Mannheim den Carlo-Schmid-Preis 2026 an die Transformationsforscherin Prof. Dr. Maja Göpel verliehen. Mit der Auszeichnung würdigt die Stiftung ihren herausragenden Einsatz für Wissenschaft, öffentliche Aufklärung und den faktenbasierten gesellschaftlichen Dialog.

 

Derya Türk-Nachbaur

              

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