Wie wirtschaftlich ist die Museumsbahn? - SPD im Fraktionsgespräch mit dem SÜDKURIER
In dem Fraktionsgespräch beim SÜDKURIER kam auch die Museumsbahn zur Sprache. Hier will die SPD das bisherige Betreiberkonzept diskutieren.
Wie wirtschaftlich ist die Museumsbahn? - SPD im Fraktionsgespräch mit dem SÜDKURIER
In dem Fraktionsgespräch beim SÜDKURIER kam auch die Museumsbahn zur Sprache. Hier will die SPD das bisherige Betreiberkonzept diskutieren.
Blumberg (blu) Der Landkreis könne sich aus finanziellen Gründen nicht noch mehr beteiligen, sagte Ursula Pfeiffer im Hinblick auf die teurer werdende Sanierung beim Tunnel Achdorfer Weg. Dabei seien die 60000 Euro des Kreises ohnehin nur noch einer von drei freiwilligen Leistungen. "Springt eigentlich mehr heraus als wir hineinstecken?" Stadtrat Seifert stellte die entscheidende Frage. Sonst, so Seifert, "hängt uns irgendwann einmal ein Klotz am Bein."
"Wir wollen die Museumsbahn nicht in Frage stellen", betonten die drei Stadträte und Ursula Pfeiffer. Für die SPD ist aber die Wirtschaftlichkeit der Bahn nicht gegeben. Die Fahrgäste bleiben in Zollhaus, "wie bekommt man sie in die Stadt?" fragte Marcel Bouillon. Er hat die Idee eines Blumberg-Tickets in Verbindung mit anderen Dingen wie dem Schwimmbad, der Gastronomie und Nordic Walking. Albrecht Guckeisen betont: "Mit dem jetzigen Betreiberkonzept sehe ich für die Museumsbahn und für die Stadt in Bälde große Probleme."
Ein wichtiges Thema für die SPD ist auch der Ausbau der B27 bis zur Schweizer Grenze. Für die Ortsumgehung Zollhaus "brauchen wir schleunigst die Umweltverträglichkeitsprüfung", betonte Sprecher Adriaan Seifert im Fraktionsgespräch.
Im Bereich Zollhaus ist die kleine Lindenbühlumgehung "für uns kein Thema, nur die große Lösung", erklärte Stadtrat Albrecht Guckeisen. Sprich die Lindenbühl- und die Ortsumgehung auf einer Trasse, die letztlich durch den Randenwald auf die jetzige Trasse führe. Bis jetzt sei seines Wissens noch gar kein Antrag beim Regierungspräsidium eingegangen, sagte Guckeisen. Und "ohne die Planung haben wir keine Sicherheit". Er habe den Eindruck, dass man "die Sache gar nicht ernst nimmt."
Die SPD unterstützt bei diesem Thema den CDU-Antrag, den der Gemeinderat vorige Woche beschloss (wir berichteten). Danach soll Bürgermeister Matthias Baumann mit dem Regierungspräsidenten baldmöglichst einen Ortstermin in Blumberg vereinbaren. Stadt- und Kreisrätin Ursula Pfeiffer regte beim Kreis an, die Ortsdurchfahrt Hondingen, die durch den wochenlangen Schwerlastverkehr während der Umleitung der B27 sehr gelitten habe, zu reparieren. Da käme noch dieses Jahr ein Vertreter des Straßenbauamtes, habe sie erfahren.
Bei der innerstädtischen Verkehrsplanung ist nach Ansicht der SPD im Kreuzungsbereich Friedhofstraße/Hauptstraße kein Kreisverkehr notwendig. Eine etwas versetzte Einmündung der Friedhofstraße Richtung Vogtgasse genüge völlig. Auf keinen Fall will die SPD die Verlegung der Hauptstraße hinter dem Feuerwehrgerätehaus herum.
Ein weiteres Thema für die Fraktion: Lidl wollte für die Verlegung seiner Filiale 100000 Mark für die Belebung der Innenstadt zahlen. Floss das Geld, und wenn Ja, was wurde damit gemacht?
Bei der Diskussion im Gemeinderat und den Ausschüssen will die SPD mehr Öffentlichkeit herstellen. "Wir verstehen nicht, dass Themen wie Alternative Energien, die Verschönerung des Wohnmobilstellplatzes oder das Herrichten des Schleifenbachweges nichtöffentlich geführt werden. Dies müsste allerdings jeweils ein Viertel des Gemeinderates beantragen. Stadtrat Adriaan Seifert: "Wir wünschen uns eine andere Auslegung, was nichtöffentlich und was öffentlich sein muss."
Südkurier, 8.12.2005
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