SPD Schwarzwald-Baar

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Jugendhaus der beliebteste Freizeittreff

Veröffentlicht am 18.01.2005 in Presseecho

SPD-Umfrage bei 100 Jugendlichen über Freizeitangebote in Blumberg - Marcel Bouillon Initiator
Das Jugendhaus "Malibu" in der Vogtgasse ist unter Blumberger Jugendlichen der beliebteste Freizeittreff. Das ergab eine schriftliche Umfrage des SPD-Ortsvereins unter mehr als 100 Jugendlichen im Alter von 12 bis 20 Jahren.

Blumberg (blu) Die Umfrage hatte SPD-Stadtrat Marcel Bouillon initiiert und ausgewertet. Das Jugendhaus und die Stadtjugendpflege erhielten die besten Noten. 84 Prozent der Befragten finden das Jugendhaus sehr gut, die restlichen 16 Prozent gut. Die Preise für die Getränke seien nicht zu hoch, es sei ein großes Spektrum an Beschäftigungsmöglichkeiten vorhanden. Einziger Kritikpunkt waren die Öffnungszeiten, die nach Meinung der Befragten noch ausgedehnt werden sollten. Dem kam die Stadtjugendpflege schon zuvor, seit gestern hat das Jugendhaus länger auf (siehe unten).

Längere Öffnungszeiten

Auch die Stadtjugendpflege schnitt mit 66 Prozent "sehr gut" und 30 Prozent "gut" hervorragend ab. Die Jugendlichen begründeten dies mit einer breiten Auswahl an vor allem kostengünstigen Veranstaltungen und einem engagierten Jugendpfleger.

Gute Noten bekam auch die Stadtbibliothek, die 58 Prozent "gut" oder "sehr gut" finden. Gut sei die große Auswahl an Büchern, vermisst wird bislang noch ein entsprechend umfangreiches Angebot an DVDs.

Hohe Eintrittspreise

Das Schwimmbad fanden 62 Prozent "gut" und "sehr gut". Negativ äußerten sich die Befragten über die Rutschbahn, die zum Teil als "gefährlich" eingeschätzt wurde, und über die relativ hohen Eintrittspreise.

Bei den weiteren Angeboten im Freien lagen Spielstraßen mit 65 Prozent "gut" und "sehr gut" vorne. Deutlich schlechter schnitten mit 36 und 25 Prozent Bolz- und Spielplätze ab, wobei 52 Prozent die Bolzplätze schlecht fanden. Bei den Toren wurden Netze vermisst, der Untergrund sei uneben. An den Spielplätzen wurde die Sicherheit in Frage gestellt, zum Teil morsches Holz und Müll seien beim Spielen hinderlich, hieß es.

Beim Einkaufen fanden 69 Prozent die Videothek "Gut" und "sehr gut", es hieß aber auch, die Preise seien zu hoch. Die "Klamottengeschäfte" wurden dagegen mit 38 Prozent Zustimmung deutlich schlechter bewertet. Die Auswahl an Kleidung für Jugendliche wurde als zu gering eingeschätzt. Es fehlten preiswertere Anbieter.

Getränke zu teuer

Gaststätten für Jugendliche erhielten 42 Prozent Zustimmung, 29 Prozent fanden das Angebot schlecht. Die Preise für Getränke wurden als zu hoch bewertet, außerdem fehlten ein bis zwei weitere Lokale.

Die Jugendförderung durch die Stadt nannten 42 Prozent "gut" und fünf Prozent "sehr gut", 42 Prozent nannten sie "schlecht"; die finanzielle Bezuschussung hielten 52 Prozent für "schlecht". Die Stadt investiere zu wenig in die Jugend, lautete der Tenor bei diesen Fragen. Abgesehen vom Jugendhaus würden zu viele Projekt außer Acht gelassen. Hauptsächlich angeführt wurde die nicht erfolgte Renovierung der Halfpipe beim Festplatz.

Vereine nicht berücksichtigt

Die Beutung der Vereine für die Freizeit der Jugendlichen hatte Marcel Bouillon dieses Mal nicht in den Fragenkatalog aufgenommen.

Unterdessen hatte das Jugendhaus gestern zum ersten Mal auch montags geöffnet und damit vier Tage in der Woche. Möglich wurde dies wegen der großen Nachfrage (wir berichteten), vor allem aber, weil die 19 Jugendlichen vom Thekenteam neben Daniel Stengele und Yvonne Müller die Erweiterung der Öffnungszeiten mitträgt und dafür Mehrarbeit leistet. Die Teams müssen mehr einkaufen, mehr hinter der Theke stehen und vor allem auch mehr putzen, erklärte Stadtjugendpfleger Stengele. Das erste Dreierteam gestern bestritten Michael Daniels (16), Thomas Falkner (15) und Gunnar Dechow (15). Gunnar ist aus Fützen und derzeit der Einzige aus einem Stadtteil im Team. Den Jugendlichen macht die selbstständige Arbeit Spaß, Hasan Karaca ist Hausmeister.

Südkurier, 18.1.2005

 

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