Technikausschuss: Stadt soll mit Straßenbauamt günstige Lösung suchen
Blumberg (gs) Um den Kreisel an der Blumberger Stadteinfahrt, den SPD und FDP gefordert hatten, kreisten gestern die Gedanken im Ausschuss für Technik. Die SPD-Fraktion beantragte die Umgestaltung des "hässlichen Provisoriums".
Die Diskussion brachte das Ergebnis, dass die Stadtverwaltung eine Stellungsnahme beim Straßenbauamt in Donaueschingen einholt, wie lange das Provisorium noch dauern soll und ob es Verschönerungsmöglichkeiten gibt, welche die Stadt nichts kosten. Sobald diese Stellungnahme vorliegt, soll das Thema erneut in den Ausschuss.
Der Kreisel passe nicht zu einer aufstrebende Stadt, begründete Adriaan Seifert den Antrag seiner SPD-Fraktion. Er wolle nicht fünf, zehn oder gar 15 Jahre abwarten, bis aus dem Provisorium ein endgültiger Kreisverkehr werde. Die Kosten der Verschönerung könnten von Sponsoren getragen werden. Außerdem müsste der Kreisel auch größer sein.
Ewald Gut von der CDU-Fraktion hält den SPD-Antrag für zu früh gestellt. Es müsse auch geklärt werden, wer die Kosten für die Umgestaltung und die Folgekosten für die Pflege übernehme. Der Kreisel habe sich zwar schon jetzt bewährt, dennoch bleibe abzuwarten, was aus der geplanten Umgehung von Zollhaus werde. Aus dem städtischen Haushalt, den die SPD-Fraktion ablehnte, könne das Geld für einen schöneren Kreisel nicht genommen werden.
Auch Klaus-Dieter Müller von der Freien Liste wies auf die schwierige finanzielle Lage der Stadt und warnte davor, das Provisorium zu sehr zu verschönern. Dann könnte es nämlich endgültig so bleiben. Es müsse gefragt werden, ob das Straßenverkehrsamt den Kreisel an seine schöne Umgebung anpassen könne.
Besonders hässlich findet Joachim Teubert die Plastikumrandung des Kreisels. Diese müsste durch Randsteine ersetzt werden, erst dann könne man an eine Blumenzierde denken. Michael Walter schlug vor, hellen gefegten Kiesel auf das Asphaltrund zu kippen. Das würde gut zu der weißroten Plastikumrandung passen.
Der Gemeinderat müsse sich erst einmal zu einer Variante für die Zollhausumgehung durchringen, bevor er sich Gedanken über den Kreisel mache, erklärte Thomas Pfeiffer. Die Stadt müsse so etwas "Potthässliches" wie den Kreisel nicht auf Jahre hinnehmen, sagte Rainer Gradinger. Deshalb sollte die Verwaltung beim Straßenbauamt nach einer kostengünstigen Lösung für die Verschönerung nachfragen.
Südkurier, 13.7.2005