Albrecht Guckeisen fordert Analyse der Bewirtschaftungskosten/Gebührenschraube nicht weiter anziehen
Albrecht Guckeisen fordert Analyse der Bewirtschaftungskosten/Gebührenschraube nicht weiter anziehen
Blumberg (lim) Der Deckungsgrad des Friedhofs der Kernstadt liegt bei 64 Prozent. Viel zu gering, moniert Stadtrat Albrecht Guckeisen (SPD). Er fordert eine betriebswirtschaftliche Überprüfung und einen Maßnahmenkatalog, den Zuschussbedarf mittelfristig zu senken.
Das Thema »Finanzieller Deckungsgrad des Blumberger Friedhofs« war in der Gemeinderatsitzung bei der Vorstellung des Finanzberichts des laufenden Haushaltsjahrs von Albrecht Guckeisen angesprochen worden. Er hält eine betriebswirtschaftliche Analyse der Friedhofsbewirtschaftung für unabdingbar. Soll Sterben in Blumberg künftig teurer werden?
»Das Sterben in der Eichbergstadt darf nicht noch teurer werden wie es ohnehin schon ist. Deshalb dürfen Stadtverwaltung und der Gemeinderat nicht einfach an der Gebührenschraube drehen, um den Zuschussbedarf für die Bewirtschaftung des Friedhofs zu senken. Festzustellen ist auf jeden Fall, dass sich zwischen den bestehenden Gräbern teils viel
pflegeintensive Freifläche befindet. Und dies treibt die Kosten weiter nach oben.«
Wie kann der Deckungsgrad von 64 Prozent verbessert werden?
»Zunächst bedarf es einer betriebswirtschaftlichen Prüfung aller auf dem Friedhof der Blumberger Kernstadt anfallender Maßnahmen -- und zwar ohne Tabus. Hierunter zähle ich beispielsweise auch die Fremdvergaben bei Herrichten des Grabes. Auch die Frage, wie der Friedhof buchhalterisch abgeschrieben wird, sollte genau geklärt werden. Aus dieser Prüfung aller Maßnahmen kann man schließlich mögliches Einsparpotential ablesen.«
Lässt sich dies einfacher durch Verkleinern der Friedhoffläche erledigen?
»Nein. Die Bewirtschaftungskosten blieben nach Verkleinern des Friedhofs nahezu gleich hoch, da man die Fixkosten nicht senkt. Trotzdem plädiere ich, dass der Friedhof mittelfristig verkleinert wird. Im Zusammenspiel mit der betriebswirtschaftlichen Prüfung befänden wir uns dann auf einem guten Weg, eine richtige Entscheidung im Gemeinderat zu treffen. Um welche Fläche, müsste über eine Erhebung ermittelt werden, in der
festgestellt wird, wie viele Grabstellen tatsächlich belegt sind.«
Welche Bestattungsformen könnten helfen, den Zuschussbedarf zu senken?
»Wir kommen auf Dauer nicht umhin uns zu überlegen, auf dem Blumberger Friedhof beispielsweise eine Urnenwand zuzulassen. Die Nachfrage nach Urnenbestattung ist doch da
- seit Jahren. Ach die sogenannte Anonymer Urnenbestattung nimmt zu. Der Platzbedarf für Urnen auf dem Friedhofsgelände ist weitaus geringer als bei einer herkömmlichen Erdbestattung. Die Urnenbestattung könnte einen Beitrag dazu leisten, die Fläche zu verkleinern. Nochmal: Ziel muss sein, den Deckunsbeitrag zu erhöhen ohne an der Gebührenschraube zu drehen.«
Schwarzwälder Bote, 25.9.2008
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