Freie Liste auf Anhieb zweitstärkste Fraktion - SPD verliert Sitz - FDP verliert zwei Sitze
In Blumberg hat die Kommunalwahl zwei Sieger: die CDU verteidigte ihre absolute Mehrheit mit 19 Sitzen, wobei der Gemeinderat künftig 31 statt 29 Sitze hat. Die Freie Liste wurde auf Anhieb zweitstärkste Fraktion und erreichte fünf Sitze. Die SPD erhielt vier Sitze (bisher fünf), die FDP drei Sitze (fünf).
Blumberg (blu) Beim Auszählen in der Stadthalle zeichneten sich schon am Vormittag erste Trends ab. In der CDU konnten vor allem die jüngeren Kandidaten zum Teil sogar zulegen, auf Kosten der älteren. Auffallend ist hier besonders, das mit Thomas Pfeifer einer der "Jungen Wilden" auf Platz zwei kam und sich damit um drei Plätze verbesserte. Stimmenkönig blieb Fraktionssprecher Stefan Scherer mit 3450 Stimmen: Dies waren deutlich weniger als die 4898 Stimmen voriges Mal. Bei der Wahl 1994 hatte Scherer noch 5789 Stimmen erhalten. Von den neuen jüngeren Kandidaten schaffte Matthias Fischer den Sprung in der Kernstadt für Stefan Sosinski, der nicht mehr antrat.
In der SPD schaffte der 18--Dieter Müller, Rainer Gradinger und Theo Knöpfle nun ein Mandat für die Freie Liste. Knöpfle erhielt wie der ehemalige Geschäftjährige Marcel Bouillon als jüngster Kandidat überhaupt den Einzug mit dem drittbesten Ergebnis hinter der Ortsvorsitzenden Ursula Pfeiffer und Fraktionssprecher Albrecht Guckeisen. Diese drei erhielten reguläre Sitze, ein Ausgleichsmandat errang der bisherige Stadtrat Adriaan Seifert. Nicht mehr gewählt wurden Stadtrat Hermann Zorbach, der mit 835 Stimmen erneut einen deutlichen Verlust erfuhr. Ebenfalls nicht mehr gewählt wurde Stadträtin Jutta Holzke, die während der Amtsperiode für Hermann Zeller nachgerückt war.
Große Freude herrschte bei den drei Initiatoren der Freien Liste. Auf Anhieb errangen sie fünf Sitze, davon erhielten die drei bisher parteilosen FDP-Stadträte Klaussführende Schulleiter Bernhard Prillwitz und Rolf Bäurer in Achdorf ein Ausgleichsmandat. Um den dritten Ausgleichssitz gab es ein Kopf an Kopf Rennen zwischen Bäurer in Achdorf und Bodo Schreiber in Riedböhringen. Da Riedböhringen zwei Sitze hat, ging der zweite Sitz an Achim Bausch von der CDU, weil hier alle CDU-Stimmen zusammengezählt wurden.
Den ersten Platz in Riedböhringen errang erneut Dr. Michael Walter mit 2279 Stimmen. Es war eines von drei Mandaten für die FDP neben Stadtrat Hilmar Schmid und Thomas Mattegit, der ein Ausgleichsmandat erhielt. Mit dem Ablauf der Wahl waren Bürgermeister Matthias Baumann und Organisatorin Linda Fleischer zufrieden.
Südkurier, 15.6.2004