Blumberg (asti) Anfragen an die Landesregierung beschleunigen in manchen Fällen das Denken in verschiedenen Ämtern. Was der parlamentarische Berater der SPD-Landtagsfraktion in Verkehrsfragen eher am Rande anmerkte, machte gestern Nachmittag dennoch Mut, dass sich endlich etwas mehr bewegt in Sachen Umfahrungen Zolhaus und Randen der B 27.
Gäste im Blumberger Rathaus waren die beiden SPD-Landtagsabgeordneten Thomas Knapp, Mitglied des Verkehrsausschusses, und sein Kollege Alfred Winkler, stellvertretendes Mitglied im Verkehrsausschuss und Mitglied im Wirtschaftsausschuss und damit kompetenter Ansprechpartner in Sachen Tourismusförderung. Hinzu kam der parlamentarische Barater in Verkehrsfragen Dirk Bartel.
Bürgermeister Matthias Baumann, Kreisrat Rüdiger Schell, Ortsverbandsvorsitzende Uschi Pfeiffer, Fraktionssprecher Albrecht Guckeisen, die Stadträte Hermann Zorbach und Adriaan Siefert sowie der Sprecher der Bürgerinitiativen gegen Flugverkehrsbelastung durch den Flughafen Zürich, Edwin Fluck, verwvollständigten die Diskussionsrunde.
Bürgermeister Baumann erläuterte den Stand der Dinge mit den Vorteilen und der Favorisierung einer Westumfahrung des Lindenbühl als Bündelung der Verkehrsflüsse auf der B27, der Landesstraße 214 und des Ortsverkehrs gegenüber der ursprüglich geplanten Ständelösung. Der Lärmschutz für den Tunnelweg sei obligatorisch, fügte Baumann an, der durch Albrecht Guckeisen ergänzt wurde mit der Feststellung, man höre trotz der Aufnahme des Umfahrungspakets in den vordringlichen Bedarf nichts mehr planerisches vom Straßenbauamt.
Die beiden Parlamentarier und ihr Berater sehen Handlungsbedarf und werden dazu eine Anfrage an die Landesregierung starten, zumal die Aufnahme in den vordringlichen Bedarf auch bedeute, so Thomas Knapp, dass in die Planung einer Maßnahme gegangen werden könne. Das klare Meinungsbild des Gemeinderates werteten die Abgeordneten als hilfreich. In rund sechs Wochen, hieß es, liege die Antwort der Regierung vor und werde natürlich an die Stadt Blumberg weitergeleitet.
Schwarzwälder Bote, 9.1.2004