SÜDKURIER 14.05.2013 Von RITA BOLKART
Triberg - Der Bauernverband BLHV lädt SPD-Bundestagskandidat Jens Löw auf landwirtschaftlichen Betrieb ein. Im Kuhstall machen die Landwirte ihre Forderungen an die Politik deutlich.
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SÜDKURIER 14.05.2013 Von RITA BOLKART
Triberg - Der Bauernverband BLHV lädt SPD-Bundestagskandidat Jens Löw auf landwirtschaftlichen Betrieb ein. Im Kuhstall machen die Landwirte ihre Forderungen an die Politik deutlich.
Der ländliche Raum ist der Schwerpunkt für SPD-Bundestagskandidat Jens Löw. Auf Einladung des Badisch-Landwirtschaftlichen Hauptverbandes (BLHV) traf er sich mit den Landwirten auf dem Betrieb von Clemens Hug in Gremmelsbach. Als gelernter Fischer und Förster, der aus dem ländlichen Raum stammt und auch dort wohnt, so Jens Löw, liege ihm die Entwicklung am Herzen.
„Die Schlagwortpolitik tut der Landwirtschaft weh“, appellierte BLHV-Kreisvorsitzender Bernhard Bolkart an Jens Löw. „Der Frust sitzt bei den Berufskollegen tief“, erläuterte er. In diesem Zusammenhang zitierte Bernhard Bolkart aus einer Studie der evangelischen Landeskirche, wonach gerade Landwirte immer häufiger am Burnout leiden. Als Ursachen nenne die Studie „fehlende Anerkennung und kein angemessener Lohn“.
Darüber zeigte sich Jens Löw sehr betroffen. Das eigentliche landwirtschaftliche Einkommen müsste über den Preis kommen, befand er und befürwortete eine spezielle Förderung für Maßnahmen zur Offenhaltung der Kulturlandschaft, zum Erhalt der Biodiversität und zur Biotoppflege. Die Mittel dafür müssen von EU bis auf Landesebene gesichert sein, bekräftigte er.
BLHV-Geschäftsführer Christoph Moriz machte darauf aufmerksam, dass es auf den Höfen bei mittlerweile drei Generationen zu neuen baulichen Lösungen kommen müsste. „Jede Generation will mal die Tür hinter sich zumachen“, meinte er. Jens Löw zeigte zwar Verständnis, eine Zersiedlung der Landschaft wolle er aber vermeiden
Nicht nachvollziehbar wäre es für die Landwirte, dass sie bei betrieblichen Baumaßnahmen wie einem Viehstall zur Landschaftspflege auch noch Ausgleichsmaßnahmen erbringen sollen, schnitt Bernhard Bolkart ein weiteres Thema an. Das sah Jens Löw ähnlich, das müsste man mit mehr Fingerspitzengefühl handhaben.
Clemens Hug führte seine Berufskollegen und Jens Löw durch den Stall. Anhand seines Betriebes erläuterte er die Stärken und Schwächen der Landwirtschaft im Schwarzwald. Außerdem wurden Naturpark und landwirtschaftliche Entwicklung im Kreis diskutiert.
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