Die SPD-Fraktion will die Vereinsjugendförderung in Blumberg wieder aufnehmen und beantragt, dafür, ab 2008 pro Jahr 5000 Euro einzustellen. Der Antrag könnte nach dem Willen der Fraktion schon am 15. November im Finanz- und Verwaltungsausschuss beraten und dann bei den Haushaltsberatungen des Gemeinderates abgestimmt werden.
Blumberg (blu) "Natürlich sehen auch wir die Notlage der Kommunen", sagte SPD-Fraktionspressesprecher Marcel Bouillon. Doch dieser Betrag müsse bei einem Haushaltsvolumen von 28 Millionen Euro machbar sein. Die Vereinsjugendförderung, die nach gründlicher Vorbereitung 2002 zur Umsetzung kam, wurde nach zwei Jahren wegen der schwierigen Finanzsituation der Stadt bereits wieder eingestellt (wir berichteten).
Wie die 5000 Euro zu verteilen sind, das soll ein städtischer Förderausschuss bestimmen, der aus Vertretern des Gemeinderates und der Vereine bestehen soll, erklärte Stadtrat Bouillon. Allerdings will auch die SPD sowohl Leistungen Einzelner und Gruppen sowie Projekte fördern. Nur müssten einige Leistungen gestrichen werden, beispielsweise das Jungmusikerleistungsabzeichen in Bronze.
Dem Förderausschuss sollen der Bürgermeister als Vorsitzender, vier CDU-Stadträte und je ein Vertreter von Freier Liste, SPD und FDP angehören sowie zwei Vertreter der Vereine. Die SPD beantrage damit eine Änderung gegenüber den bisherigen Förderrichtlinien, die für den Ausschuss vier Mitglieder des Gemeinderates, zwei Vereinsvertreter und einen Vertreter der Verwaltung vorsahen, erklärte Marcel Bouillon.
Dieser Förderausschuss müsse erst wieder gebildet werden. Die SPD, so Bouillon, würde aber auch akzeptieren, dass der Finanz- und Verwaltungsausschuss die Mittel einmal im Jahr vergibt. Dann würden keine zusätzlichen Sitzungsgelder für den Ausschuss anfallen.
Südkurier, 7.11.2007