
Informationsbesuch von MdL Marianne Wonnay (SPD) im Kindergarten St. Josef
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Informationsbesuch von MdL Marianne Wonnay (SPD) im Kindergarten St. Josef
Blumberg (hon) Die SPD hält das Angebot von 16 Hortplätzen in Blumberg für nicht ausreichend. Der Bedarf in der Kernstadt und den Ortsteilen sei größer. Diese Forderung samt Begründung formulierte Ortsvereinsvorsitzende Ursula Pfeiffer gestern im Kindergarten St. Josef. Anlass dafür war ein Besuch der beispielhaften Einrichtung durch Marianne Wonnay, stellvertretende Landtagsfraktionsvorsitzende der SPD und außerdem stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses für Schule, Jugend und Sport.
Die Landtagsabgeordnete informierte sich über das Betreuungsangebot in Blumberg ganz allgemein und über das Konzept des Kindergartens St. Josef im besonderen - hat das von der katholischen Kirche getragene und von Ulrike Lielek-Sauter geleitete Haus doch durchaus Modellcharakter. 100 Kindergarten-Kinder und 16 Hortkinder werden hier in fünf Gruppen zwischen 7.30 und 16.30 Uhr betreut, inklusive Hausarbeitenbetreuung und Mittagessen.
Das Problem: Die Hortgruppe für Erst- bis Viertklässler rekrutiert sich nahezu ausschließlich aus früheren St. Josef Kindergarten-Kindern, "Externe" können nur selten aufgenommen werden. Mit der Stadt, so Kindergartenleiterin Lielek-Sauter, bestünde die Vereinbarung, dass keine Kindergartenplätze zugunsten von Hortplätzen aufgegeben werden dürften. Das wiederum hängt mit dem Kindergartengesetz zusammen, das einen Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz gewährt, nicht aber auf einen Hortplatz. Die Folge: Personalkosten für Hort-Erzieherinnen werden nicht bezuschusst. Angesprochen wurde auch, ob eine integrative Gruppe denkbar sei. Lielek-Sauter befürchtete, dass das auf Kosten einer Frühgruppe gehe und der Stadt noch mehr Geld kosten würde. Ursula Pfeiffer sprach von einer Verpflichtung der Stadt, ein ausreichendes Hortangebot zur Verfügung zu stellen. Die Diskussion, die jedes Jahr über die Kosten der bestehenden Hortplätze geführt werde, zeige ihr, dass nicht alle Räte hinter diesem Betreuungskonzept stünden.
Südkurier, 26.3.2004
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