Blumberg (hon) Die SPD macht sich dafür stark, auch den unter Denkmalschutz stehenden Rest der Industriebrache Lauffenmühle abzureißen.
Blumberg (hon) Die SPD macht sich dafür stark, auch den unter Denkmalschutz stehenden Rest der Industriebrache Lauffenmühle abzureißen.
"Weg damit. Und zwar so schnell wie möglich", sagt SPD-Sprecher Adriaan Seifert (Bild) im SÜDKURIER-Gespräch: "Wir müssen die Chance des Augenblicks nutzen und dort etwas Neues auf den Weg bringen."
Das Rathaus, so der Stadtrat, soll beim Landesdenkmalamt vorstellig werden und ausloten, was an dem einst preisgekrönten Zweckbau überhaupt denkmalschutzwürdig sei. Seifert gibt zu bedenken, dass sechs Jahre lang kein Investor für das Gebäude gefunden werden konnte und dass das Dach mittlerweile an vielen Stellen undicht sei. So wie sich das Areal heute präsentiere, würden potenzielle Investoren nur abgeschreckt, sagt der Genosse. Ihm stößt außerdem auf, dass sich der Stadteingang mit dem Straub-Areal und den drei neuen Fachmärkten bald recht proper präsentieren werde. Da passe die noch stehende Lauffenmühle-Halle einfach nicht mehr dazu. "Sie steht für das Alte und das Marode", betont der Sozialdemokrat.
Seifert weiß, dass viele ehemalige Weberei-Mitarbeiter an dem vom berühmten Berliner Architekten Eiermann gebauten Industriebau hängen. Dafür äußert er auch Verständnis. Doch eine nach vorne gerichtete kommunale Entwicklungspolitik könne darauf keine Rücksicht nehmen. Wie die SPD ihren Vorstoß umsetzt, ist noch nicht klar. Die Gemeinderatsfraktion wird bei der Verwaltung entweder einen offiziellen Antrag stellen oder bei der nächsten Sitzung eine Anfrage machen.
Südkurier, 12.5.2006
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