Achdorf (gs) Die SPD-Fraktion von Blumberg und Fritz Buschle (SPD, MdL) möchten mit einer Bereisung der Ortsteile Probleme des ländlichen Raumes ausloten. Den Anfang machten sie im Achdorfer Tal (wir berichteten).
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Achdorf (gs) Die SPD-Fraktion von Blumberg und Fritz Buschle (SPD, MdL) möchten mit einer Bereisung der Ortsteile Probleme des ländlichen Raumes ausloten. Den Anfang machten sie im Achdorfer Tal (wir berichteten).
Seit 20 Jahren möchte der Ortschaftsrat einen Gehweg von Achdorf nach Aselfingen. Doch bislang scheiterte jeder Vorstoß, klagte Ortsvorsteher Rolf Bäurer Fritz Buschle. Der stellvertretende SPD-Ortsvereinsvorsitzende Blumberg, Marcel Bouillon, will den Gehweg in Hinblick auf den geplanten Schluchtensteig in das Tourismuskonzept aufnehmen. Über den Mühlenkanal müsse eine kleine Brücke gebaut werden, erklärte Ortschaftsrat Gerhard Auer. Ein örtlicher Zimmermann würde das zum Materialkostenpreis übernehmen. Vor allem an Wochenenden würden Spaziergänger einen Rundkurs von Achdorf nach Aselfingen entlang der Wutach machen. Doch am rechten Ufer flussaufwärts müssten sie einen Kilometer lang die enge Fahrbahn der Kreisstraße benutzen, berichtete Ortschaftsrat Hans-Peter Mess. Zum Glück sei noch nicht viel passiert. Buschle versprach, sich mit dem Landratsamt Villingen-Schwenningen in Verbindung zu setzen, um zu klären, warum sich in Sachen Gehweg nichts tut. Die Aufnahme in das Tourismuskonzept sieht er als beste Chance, einen Zuschuss dafür zu bekommen.
Die Landwirte haben es besonders schwer, berichtete Ulrich Hamburger dem Landtagsabgeordneten. Nicht nur das unbeständige Wetter sorge für Erntestress, auch der Milchpreis sei trotz leichter Erhöhung nicht wirklich wirtschaftlich. An dem Treffen nahmen neben Hambuger auch dessen Sohn Stephan sowie die Kollegen Bernhard Schreiber und Reiner Rothmund teil. Die Hamburgers bewirtschaften 120 Hektar, darunter 85 Hektar Grünland. Dazu haben sie in ihrem 1999 in der Nähe des Klärwerkes erbauten Stall 77 Milchkühe und einige Kälber. Durch die vielen neu entstandenen Biogasanlagen, für die Grünlanderträge benötigt werden, sei die Milchanlieferung zurückgegangen. Der Milchgrundpreis reiche zum Überleben der Landwirte nicht aus, auch wenn er angehoben werde, unterstrich Stephan Hamburger.
Bernhard Schreiber beanstandete die seiner Meinung immer noch viel zu viele Schreibarbeiten, die ein Landwirt bewältigen müsse. Die Bürokratie sei viel zu groß. Sofern sich nichts ändere, sei der alljährliche Antrag zur Flächenmeldung entbehrlich. Die vielen schwer zu bewirtschaftenden Flächen im Wutachtal müssten ständig neu vermessen werden. Bei falschen Angaben könnte der Landwirt schnell in den Verdacht des Betruges geraten. Die deutschen Landwirte seien innerhalb der EU nach wie vor die Benachteiligten.
Fritz Buschle, der Mitglied des Landtagsausschusses "Ländlicher Raum" ist, will die in Achdorf gemachten Erfahrungen in die entsprechenden Diskussionsforen einbringen, zumal die Landwirte auch für die Landschaftspflege zuständig sind.
Schwarzwälder Bote, 1.8.2007
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