SPD Schwarzwald-Baar

Wir im Quellenland

Alle SPD-Räte kandidieren wieder

Veröffentlicht am 04.12.2003 in Presseecho

Gestern Abend: Sozialdemokraten starten in den Kommunalwahlkampf 2004

Noch hat die SPD ihre Liste für die Gemeinderatswahl im nächsten Jahr nicht komplett, doch fünf Namen sind bei der gestrigen Sitzung des Ortsverbandes bekannt geworden. Die amtierenden Räte Ursula Pfeiffer, Albrecht Guckeisen, Adriaan Seifert, Hermann Zorbach und Nachrückerin Jutta Holzke stellen sich erneut dem Votum der Wähler.

Blumberg (hon) Vor allem bei Hermann Zorbach und Albrecht Guckeisen kann man von einer mutigen Entscheidung sprechen, haben die beiden bei der 99er Wahl doch erheblich Federn lassen müssen. Guckeisen verlor im Vergleich zum Urnengang 1994 knapp 700 Stimmen, Zorbach musste sogar eine Halbierung seiner Stimmenzahl in Kauf nehmen. Ob es den Beiden gelingen wird, verloren gegangenes Vertrauen zurück zu gewinnen?

Ortsvereinsvorsitzende Ursula Pfeiffer kündigte gestern Abend im "Hirschen" an, dass es der Partei erneut gelingen werde, den Blumbergern eine attraktive Liste anzubieten. Zwar habe man noch nicht alle Listenplätze vergeben, doch schon jetzt lasse sich absehen, dass der Frauenanteil relativ hoch ausfalle. Auch hätten sich wieder einige junge Menschen gefunden, die für die SPD in den Gemeinderat einziehen wollen.

Bilanz gezogen
Viele der Forderungen, mit denen die SPD vor vier Jahren in den Kommunalwahlkampf zog, seien inzwischen umgesetzt worden, sagte Fraktionschef Guckeisen. Vor allem, dass Blumberg jetzt ein Jugendhaus habe, erkläre sich mit dem Einsatz der Genossen im Gemeinderat. "Da sind wir sehr stolz drauf", so Guckeisen. Ein weiteres sozialdemokratisches Anliegen war ein Pflegeheim für Blumberg. Das dort Anfang des nächsten Jahres die ersten Bewohner einziehen können, sei natürlich nicht allein das Verdienst seiner Partei. Und ob die SPD an ihrem einst in die politische Diskussion gebrachten Campingplatz-Projekt festhalte, müsse parteiintern noch einmal diskutiert werden - wo doch mittlerweile Wohnmobil-Abstellplätze geschaffen wurden.

Wenn es nach dem Willen der SPD ginge, dann wäre die unechte Teilortswahl in Blumberg bald Geschichte. Denn bei der Zahl der Gemeinderäte ließe sich ebenso gut sparen, wie beim Personal des Bauhofs oder der Gärtnerei. Man könnte so ein Zeichen setzen, die Kosten nicht nur bei Arbeitern herunter fahren zu wollen, hieß es bei der Mitgliederversammlung. Allerdings ist die Hoffnung, das Relikt der Gemeindegebietsreform kippen zu können, eher klein - wo die CDU als absolute Mehrheitspartei im Rat von der unechten Teilortswahl doch am meisten profitiere.

Weiteres und heiß diskutiertes Thema war die seit Jahrzehnten geforderte Umfahrung von Blumberg. Laut Guckeisen müsse möglichst bald ein Ratsbeschluss her, der die geständerte Lösung kippt. Die Lindenbühl-Umgehung wurde von einigen SPD-Mitgliedern mit kräftigen Ausdrücken bedacht. Den Verkehr näher an Blumberg heran zu holen, sei die denkbar schlechteste Variante.

Als zweite Partei "online"
Gestern Abend wurde den knapp 20 anwesenden Genossen auch die Homepage der Blumberger SPD präsentiert (der SÜDKURIER berichtete in seiner gestrigen Ausgabe). Damit ist die SPD zweite Partei neben den Liberalen, die "online" ist. Bei der CDU wird im Augenblick noch an einem eigenen Internetauftritt gearbeitet.

Südkurier, 4.12.2003

 

Homepage SPD Blumberg

Derya Türk-Nachbaur

              

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